SAAB-Berliner in München (und Umgebung)

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Mit Beginn des letzten Monats des voran gegangenen Jahres stellten sich die Frage, wie werden unsere SAAB-Enthusiasten den Jahreswechsel verbringen. Das Erlebnis Knallerei am Berliner Potsdamer Platz hatten wir, die Tour mit Silvesterrutsch an der Nordsee liegt einige Tage zurück, unsere 80iger Jahre- und NDW-Partys waren immer ganz erfolgreich, das Pärchen welches seine runden Geburtstage in einer Berliner Villa mit uns und ihren Freunden feierte, ist inzwischen auch über dieses Jubiläum hinausgekommen, die Feier in einem Partykeller in Thüringen besaß seinen ganz eigenen Charme, wie die Jahreswechsel mit Musik und Tanz in den Irish Pubs. Bliebe eigentlich die Ostsee, mit dem Usedomer Strandfeuerwerk. Geplant, getan und Hotelzimmer gebucht. Kurz danach erreichte uns jedoch eine terminliche Änderung: Usedom kann es leider nicht sein, da ein erstes Kennenlernen in der Bayerischen Landeshauptstadt München ansteht. No Problem für einen Organisator mit eigener Reiseagentur, da die Hotelzimmer mit Stornierungsoption gesichert wurden.

Mein erster Gedanke: eigentlich ganz toll, schließlich hatte ich über viele Jahre in der Bayernmetropole beruflich zu tun. Auch die Zimmerreservierungen und Reiseorganisation war mehr oder weniger eine reine Fingerübung. Im Lastenheft stand: W-Lan im Zimmer, Hotelparkplatz, Frühstücksoption sowie kostenfreie Stornierungsmöglichkeit, falls der Termin kurzfristig gecancelt wird. Neben meiner Tätigkeit als Berliner Greeter sollte ich diesmal die Funktion eines preußischen Reisebegleiters in Bayern übernehmen.

Unsere Fahrt im SAAB 9-3 glich wie ein Atlantikflug. Ein Tankstopp war nicht nötig, es gab Getränke an Bord, sanfte Musik drang aus den Lautsprechern und der „Autopilot“ (Tempomat in Verbindung mit dem SID 2) sorgte für eine punktgenaue Landung auf dem üppig dimensionierten Hotel-Parkplatz. Neben den großzügigen Zimmern bietet das Hotel Zur Post seinen Gästen zum morgendlichen Frühstück auch bayerische Mahlzeiten à la carte. So wurde der Tag mit seiner entspannten Anreise und den Ausflügen in die Umgebung im Restaurant zünftig beendet.

Der nächste Tag stand erst im Zeichen der Pflicht und anschließend Kür. Bei herrlichem Sonnenschein streiften die Berliner durch München und besuchten Unserer Lieben Frau Dom und Pfarrkirche, schlenderten über den Karlsplatz, fuhren zum Olympiazentrum um die BMW Welt, hier ging es ebenfalls um die Architektur, zu inspizieren sowie die bayerische Metropole vom Olympiaturm von oben zu sehen. Langsam ging die Sonne unter und der Hunger meldete sich zum Teil auch hörbar. Auf dem Viktualienmarkt wurden wir fündig und satt. Neben leckeren Feigen orderte Jede/r eine Schweinshaxe, zu einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis. Da unsere Tour kurz nach Weihnachten stattfand, die Stadt mit ihren Geschäfte reichlich geschmückt war, fanden sich auch einladende Glühweinstände und überhaupt war derzeit das richtige Wetter zum probieren.

Der folgende Tag überraschte mit etwas Frost aber Sonnenschein, das richtige Wetter um in die Münchner Umgebung zu cruisen. Der Heilige Berg am Ammersee mit der Wallfahrtskirche sowie Versöhnungskapelle, dem Bräustüberl und seinem Bier aus der Klosterbrauerei waren das erste Tourziel. Dabei genossen wir nicht nur die persönlichen Gespräche mit anderen Besuchern, auch das „Six-Pack“ mit den unterschiedlichen Andechser Bieren. Denn einer durfte (musste 😉 ) den SAAB bekanntlich pilotieren. Nach einem Ausflug an den Strand des Ammersees fuhren wir weiter zum Starnberger See und der dortigen Roseninsel. Ein erholsames Fleckchen Erde, idyllisch gelegen mit Garten- und Parkanlagen. Als dann auch dort langsam die Dämmerung Einzug hielt, entschieden wir uns für die Heimfahrt ins Hotel. Auf unserer to-do-List stand ein Silvestermenü mit anschließendem Besuch in der Münchener City. Lecker und gut gestärkt fuhren wir mit der S-Bahn in die Stadt. Zwischen den Feierlustigen bummelten wir zum Isartor, über den Stachus, vorbei am Platzl 6 und Hofbräuhaus und immer schön den Knallern ausweichend. Na ja, wer Silvester am Potsdamer Platz erleben „durfte“, für den ist alles andere nicht mehr so dramatisch und im schlimmsten Fall gibt es auch in München Brandflecke in der Kleidung.

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Neujahr und die Sonne lacht 😎 , auf nach Berchtesgaden und vorbei am Chiemsee. Die Anfahrt zum Obersalzberg mit Weiterfahrt über die Panoramastraße Rossfeld ist mit über 13% Steigung ausgewiesen. Eigentlich kein Problem, wenn Mann/Frau den Abstand zum voraus fahrenden Fahrzeug gut einschätzt und einhält. Nicht jedes Mobil hat einen kraftvollen turboangetriebenen Motor unter der Haube. Da kommt es schon einmal vor, dass vor einem fahrende Wagen sehr schnell eingeholt sind. Trotz Maut ist die Rossfeld Panoramastraße mit ihrer knapp 16 Kilometer Länge und einem Höhenunterschied von 1.100 Metern eine empfehlenswerte Tour. Gut 400 Parkplätzen an den Aussichtspunkten bietet der Ring zum Verweilen an. Dazu entschädigt dieser Ausblick über Dachstein, Tennengebirge, Hoher Göll, Steinernes Meer und Watzmann. Irgendwie sehnsüchtig blickt man schon auf die entlangführende Autobahn in Richtung Süden. Auf unseren Reisen in Richtung Kroatien legten wir des Öfteren im Salzachtal unsere Rast ein.
Zur anschließenden Abfahrt noch ein kleiner Tipp: Bitte die Motorbremse nutzen und ruhig ein- bis zweimal kräftig Bremsen. Sollten die geneigten Passfahrer/innen den herrlich Parkplatz mit Bänken und Ausblick unterhalb des Berges nutzen, könnten die vorderen Radhäuser beim Stillstand etwas ausdampfen. Wer den Serviceintervall für Bremsflüssigkeit einhält, muss sich daher nicht zwingend Sorgen machen. Mir ist jedoch ein Fall bekannt, wonach ein Passfahrer, nicht auf einem SAAB, aufgrund von Bremsenfading über die querende Straße schoss. Zum Glück ist nichts passiert.

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Vor den Toren des Biosphärenreservat Berchtesgaden liegt Bad Reichenhall. Das Bayerische Staatsbad ist auch durch die „Kraft des AlpenSalzes“ bekannt. Zusätzlich gibt es einige gemütliche Cafés und Konditoreien, in denen die heimische Prominenz aus Politik und Showbiz gern einmal einkehrt.
Nach meinem schönsten Erlebnis während der Tour gefragt, fiel mehr im ersten Moment nichts ein. Die Unterkunft war gut gewählt, das Wetter spielte super mit, die Organisation verlief reibungslos, Essen und Trinken waren immer ein Genuss, der 9-3 ließ uns nicht im Stich und zeigte auch nach der Tour keine zusätzlichen Auffälligkeiten während der turnusmäßigen Inspektion. Beim weiteren Nachdenken möchte ich mich für den Besuch in der BMW Welt entscheiden. Hier präsentiert sich eine Automarke innerhalb der Grenzen der eigenen Landeshauptstadt mit viel Emotion und gelungener Architektur. Automobile zum Riechen, Anfassen und Staunen, ganz egal ob Mann/Frau diese Fahrzeuge selber fährt. Wir hatten und haben keine Angst sich den Mitwettbewerbern zu stellen und überhaupt: SAAB-REISEN bildet.
Viele Grüße und bis zur nächsten Tour
Euer SAAB-REISENde Blogger Dirk

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