Mit ecopower zum ISLAND OF VITALITY

0511_kroatien1.jpg

Dieses Wetter habe ich hier noch nicht erlebt, geht es mir durch den Kopf als wir auf die Fähre über die Adria Richtung Festland warten.

Diese gut 65 Kilometer bei strömenden Regen und aufziehendem Nebel stellten den vollbesetzten SAAB nicht auf die Probe. Der Turbomotor gab zu jeder Zeit auf den serpentinenreichen Straßen seine Leistung an die Vorderräder weiter, das gut abgestimmte Fahrwerk informierte ebenfalls über die Beschaffenheit des Untergrundes, die Klimaautomatik sorgte im Innenraum für Wohlbefinden und freie Scheiben, die Heck- und Spiegelheizungen für freie Sicht nach hinten und das Audiosystem für gute Stimmung. Zum Glück setzte der Regen erst während der Fahrt ein, so konnten die Passagiere trockenen Hauptes auf den langstreckentauglichen Ledersitzen Platz nehmen und ich ersparte mir anschließend die Pflege 😉 .
Götz-Otto der hinter mir Platz genommen hatte, säuselte etwas von „ … jedenfalls hatten wir die anderen Tage immer Sonnenschein“, Susi nickte und Wilhelma stierte auf die kleinen Regenbäche die sich Richtung Adria ergossen.

Rückblick

Sonnabendmorgen chauffiere ich den 9-3 halbbeladen durch die Berliner City. Schnell noch die beiden anderen Passagiere abholen und weiter geht es zur Adria. Da uns gut 1.300 Kilometer einfache Fahrt erwarten, habe ich vorsorglich Hotels für die Zwischenstopps gebucht. Mal sehen welchen Eindruck sie machen, denn schließlich möchte man auch zukünftig den Kunden optimale Tipps geben. Während der Autobahnfahrt unter der üppig scheinenden Sonne steigt das Thermometer schnell auf 31°C. Schon poppt die nicht ernst gemeinte Aussage im Fond hoch: „Warum bei diesen Graden bis an die Adria fahren, wir nehmen uns am Chiemsee ein Quartier.“ Hinter der Grenze wurde die Autobahn merklich leerer und der SAAB rollte dank Tempomat fast allein dahin. Kurz vor der Unterkunft zahlten wir die erste Maut und fuhren sie anschließend zügig an. 27°C zeigte das Thermometer. Das Landhotel „Stofflerwirt“ machte einen sehr gepflegten Eindruck und der Chef begrüßte uns freundlich. Im Biergarten genossen die einen Kaffee und Kuchen sowie Wasser und Bier. Ich für meinen Teil inspizierte die Preise an der Tankstelle und entdeckte schöne Wander- und Mountainbike-Touren.
Am nächsten Morgen schickte uns der Herr des Hauses mit einigen Tipps auf die Reise und dann zog uns der SAAB die 16prozentige Steigung auf 1.641 Meter über Adria auf den Katschberg. Man blies hier ein Wind und Götz-Otto fand Gefallen. Ein weiterer Vorteil dieses Ausflugs neben Begeisterung der Passagiere, ich sparte 5,00 Euro Maut und lernte einen Schleichweg kennen.
Pünktlich trafen wir an der Fähre ein, so dass noch ausreichend Zeit für eine kurze Erholung auf der Terrasse blieb. Bei der Überfahrt parkte ich den SAAB an so exponierter Stelle, dass fast alle Passagiere der Fähre die Botschaft „SAVE SAABCARMUSEUM“ am Heck lesen konnten, uns jedoch das anschließende Einsteigen etwas erschwert wurde …
Die letzten Kilometer auf den Inseln Cres und Losinj wurden noch einmal bei Osor durch die Brückenöffnung gebremst. Dann hatten wir es geschafft. Da unser Stammhotel „Punta“ in „Groß Losinj“ sich aufhübschenden Baumaßnahmen unterziehen musste, stiegen wir in dem Wellnesshotel „Aurora“ in „Klein Losinj“ ab. Mit 4 Sternen ausgestattet bot es nicht nur klimatisierte Innenräume, Sauna, Schwimmhalle und Außenpool, auch das Essensangebot war vielseitig und mehr als üppig. Trotzdem überkam mich etwas „Heimweh“, so dass ich zweimal in Veli vorbei wanderte und mich neugierig umschaute.
Die neun Tage auf der Insel Losinj vergingen wie im Flug. Wir vertrieben uns die Tage bei Sonnenschein mit Wandern, einer Bootstour um die Insel und Besuch der Insel Ilovik, baden in der Adria, Promenaden- und Hafenspaziergängen, einen Besuch des Wanderlokals „Balvanida“ (einen Dank an die Wirtin die für ihre Berliner Stammgäste aus einer Bestellung einen Imbiss für Zwei machte 🙂 ), Besuche in der Seefahrerkapelle, dem Heimatmuseum Losinj sowie der Galerie, beobachteten die Köchin wie sie den ausgewählten Fisch an der Adria küchenfertig machte, sichteten Delfine beim vorbei schwimmen und lauschten ihrem Atem, verscheuchten allzu aufdringliche Möwen, ruhten uns in der einzig mit natürlichem Sandstrand versehenen Bucht aus, ihr gegenüber liegt die gleichfalls mit Sand „beschenkte“ Insel Susak, genossen die kleinen Konobas mit ihren offenen Terrassen, schauten uns die Villa von außen an welche Formel 1 Macher Bernie E. nun doch nicht gekauft hat, hielten Kontakt mit zu Hause über die Webcam im Hafen, pflückten Feigen und probierten selbstgemachten Wein und Grappa.

0511_kroatien2.jpg0511_kroatien3.jpg0511_kroatien4.jpg0511_kroatien5.jpg0511_kroatien6.jpg0511_kroatien7.jpg0511_kroatien8.jpg0511_kroatien9.jpg0511_kroatien10.jpg0511_kroatien11.jpg0511_kroatien13.jpg0511_kroatien14.jpg

Auf dem Festland angekommen verschwanden langsam die Regenwolken und der Himmel riss auf. Mit jedem Kilometer in Richtung Norden zeigte sich öfter die Sonne. Um das Reisebudget nicht sinnlos zu strapazieren, erwarb ich für die Passage durch Österreich eine 10-Tages-Vignette. Das bedeutete demnach, ein weiterer Zwischenstopp konnte erst in Deutschland organisiert werden. Ich entschied mich für das „große, romantisch verträumte Dorf in Oberbayern“ Ruhpolding, welches bei schönstem Sonnenschein zusätzlich zum Spaziergang einlud. Der neu eröffnete Gasthof Forsthaus bot nicht nur eine ordentliche Unterkunft, er verwöhnte ebenfalls mit einem sehr reichhaltigen Schnitzel. Auch hier hatte der Chef eine kleine Unterstützung parat, so dass er als „Verdauer“ einen reinen 51 prozentigen ungarischen Grappa ausgab 🙂 .
Am nächsten Morgen fuhren wir gut gestärkt und bei optimalen Wetter weiter in Richtung Heimat. Bis auf die „üblichen“ Aussetzer mancher Autofahrer/Innen, ohne zu blinken oder bestenfalls mit dem Ausscheren aus der Fahrspur den Blinker zu setzen und damit folgenschwere Unfälle zu provozieren, kamen wir zügig und recht entspannt am Ziel an. Es war schon bedrohlich wie schwer der Gestank von verbrannten Gummi über der Autobahn lag und in die Fahrzeuge zog, als ein LKW eine Notbremsung hinlegte, weil ein Wagen ohne Vorankündigung die Spur wechselte. Ich kann jedoch die Leser/Innen beruhigen, ein routinierter Autofahrer spürt solche Verhaltensmuster und weiß ihnen auszuweichen, auch Dank eines souveränen, funktionalen und sicheren Fahrzeuges.

Vielleicht konnte ich das Interesse für eine Reise wecken. Weitere Infos, Tipps, Buchungsmöglichkeiten und ein Kontaktformular findet Mann/Frau auf www.brusar.de (externer Link).
Bis bald, Ihr/Euer Dirk.

Ein Gedanke zu „Mit ecopower zum ISLAND OF VITALITY“

  1. In diesem Reisebericht spürt man das Erlebte hautnah. Lust und Freude am
    Reisen werden geweckt, weil man alles selbst mit eigenen Sinnen aufnehmen
    möchte.
    Übrigens: Kroatien gehört zu den wenigen Urlaubsländern, in denen man sich
    für seinen Euro noch am meisten leisten kann.
    Biene

Schreibe einen Kommentar