SAAB SUPPORT CONVOY GERMANY, 17th January 2010
Hi Freunde, ich möchte Euch recht herzlich begrüssen.
Meine Name ist Knut Aeroplan und ich bin das Maskottchen vom SaabClub-Berlin. 2004 war ich ein Geschenk von Saab Deutschland und ich habe viele Höhen und Tiefen rund um Saab Automobile miterlebt und jetzt möchte ich Euch mein bislang emotionalstes Erlebnis um Saab erzählen.
Wie Ihr alle wisst, hat Saab eine Auto-Mutter der es nicht besonders gut geht. Ich möchte das Wort mit dem S-C-H am Anfang nicht verwenden, schließlich versucht man mir, eine gute Kinderstube mit auf dem Weg zu geben. Also dieser Mutter geht es so schlecht, dass sie sich nicht mehr um ihre Kinder kümmern kann und sie daher lieber in den Wald schickt. Genauso wie Hänsel und Gretel
. Das wollen aber weder Saab noch die Freunde und Fans, daher versuchen sie, dass Saab von einer anderen Familie adoptiert wird.
Aus diesem Anlass wurde weltweit der “SAAB SUPPORT CONVOY” am 17. Januar 2010 gestartet. Begonnen hat alles mit einer eMail am 23. Dezember 2009 aus den Niederlanden. In der wurde von dem geplanten Saab-Event berichtet. Schnell war uns klar, dass etwas passieren wird und muss. Leider gab es organisatorische und zeitliche Schwierigkeiten, so dass wir es allein nicht wuppen konnten. Lange haben wir überlegt was wir machen, schließen wir uns den Niederlanden und Belgien an oder fahren wir nach Trollhättan. Aber die Flut der eMails im Postfach wurde immer größer, die Fans in Deutschland wollten etwas vor Ort für ihre Automarke tun. Dann endlich platzte der Knoten. Saab Begeisterte im Forum Saab-Cars griffen die Idee auf und setzten die spontane Idee eines Saab Konvois für Deutschland in die Tat um. Eine super Sache, endlich hatte auch Deutschland seinen Saab Konvoi.
Natürlich war es für uns Berliner ein Muss dabei zu sein und möglichst viele Saab-Piloten zu begeistern. Die knapp 600 Kilometer einfache Strecke sollte kein Problem darstellen, denn schließlich sind wir mit Saab zusammen auf langen Strecken zu Hause. Obwohl das Wetter nicht allzu prickelnd war, der Schnee ging in Regen über und der Winterdienst machte seinen Job auf der Autobahn, cruisten wir zügig Richtung Frankfurt/Main, denn aus dem hiesigen Saab Zentrum sollte sich um 10.30 Uhr der Konvoi in Richtung Rüsselsheim in Bewegung setzen.
Total pünktlich trafen wir in Frankfurt/Main ein und reihten uns in der Schlange der bereits wartenden Saabs.
Im SZ fand gerade das Briefing statt, die Route wurde besprochen, es wurden “SAVE SAAB” Artikel getauscht und noch mitgebrachtes Equipment an die Fahrzeuge montiert.
Die Saab-Automobile wurden mit Aufkleber, Poster und Fahnen geschmückt. Schließlich sollten sie und ihre Botschaft auffallen. Unser Frontfahrzeug war ein weißer Saab 9-5 SportCombi. Er führte uns durch Frankfurt/Main mit dem Ziel Rüsselsheim, direkt vor die Deutschlandzentrale von Saab Automobile. Endlich würde ich dort einmal hinkommen, wo Saab in Deutschland (noch) residiert. Ich erinnere mich noch an die Zeiten wo auf dem Briefkopf Bad Homburg stand und wo der Autoschlüssel einen Anhänger hatte damit er schnell zu seinem Besitzer zurück kommt, falls er verloren ging. Aber jetzt ist alles anders: Saab zog um, Sabine, Christine und Olaf sind nicht mehr da und die Mutter will ihre Tochter auch nicht mehr.
Dann setzte sich der Saab Konvoi in Bewegung. Es war einfach herrlich, diese stattliche Anzahl von meiner Lieblingsautomarke auf der Fahrt zu erleben, ob vor oder hinter uns, auf der anderen Straßenseite oder an der Kreuzung.
Nach gut einer Stunde Fahrt durch die Stadt, über die Landstraße und der Autobahn, teilweise von der Polizei begleitet, erreichten wir den Friedrich-Lutzmann-Ring in Rüsselsheim.
Da dies eine Spontanaktion war, stimmten wir uns zügig ab, wie die Saab’s sich positionieren sollen. Man kam sofort in das Gespräch und endlich hatte auch der/die www-Partner/In ein Gesicht. Ich für meinen Teil hatte auch sehr viel Spaß, obwohl ich im Cabrio bleiben musste, da es regnete. Schließlich waren auch einige Kinder mit auf dem Konvoi, die zukünftigen Saab-Piloten und so kamen auch wir schnell in das Gespräch
.
Neben der großen Saab-Familie kam auch die Presse vor Ort. Sie fotografierte, stellte Fragen, erfuhr Neues und einige Hintergründe, lernte Geschichten um Saab kennen und hatte auch sonst einigen Spaß. Wie Olaf B., ein richtig guter Fotograf und ein Saab-Fan. Er hielt wie so viele andere auch, das ganze Event im Bild fest.
Da standen wir also. Schätzungsweise 80 Fahrerinnen und Fahrer mit ihren 65 Saab Automobile vor dem europäischen GM Headquarter um ein Zeichen zu setzen. Ganz toll auch, wir waren nicht allein aus Berlin angereist. Neben uns positionierte sich auch gleich ein blauer 900 II.
Und das Zeichen sollte es in sich haben. 5 Minuten vor 12 Uhr begannen alle aufgestellten Saab’s zu hupen. Man war das laut! Der 900er neben uns hatte so einen schönen kräftigen Ton, da konnte die Hupe nur getunt gewesen sein
. Es war herrlich. Ich glaube, ich bekam auch eine richtige Gänsehaut, wenn das ein Elch von sich behaupten kann …
Nun bin ich wieder zu Hause und lasse noch einmal dieses Erlebnis Revue passieren. Es war einfach phantastisch, wie die große Saab-Familie innerhalb weniger Tage diese Aktion aus dem Boden gestampft hat. Die gesamte Community wollten ein Zeichen setzen und die Verbundenheit mit allen betroffenen Menschen rund um Saab-Automobile zeigen.
Ich glaube, das ist uns gelungen und weltweit haben wir Aufmerksamkeit erreicht.
Ob diese Aktion auch den nötigen Erfolg gebracht hat, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Es stimmt, die Hoffnung stirbt zu letzt.
Aber auf jeden Fall habe ich mich würdig verabschiedet.
Und hier ist noch einmal unser Zeichen 5 vor 12:
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