Ein Winterwochenende auf der Insel Usedom
Die Insel Usedom liegt gut 220 km von Berlin entfernt und ist die sonnenreichste Gegend Deutschlands, welches nicht nur im Sommer sehr schöne Vorteile bietet. Dank seines Attributes “Naturpark” bietet die Insel Usedom Erholung pur, ob zum Wandern, Rad fahren, gut Essen und Trinken und Entspannung beim Wellness. Auf Grund dieser reichhaltigen Möglichkeiten starteten wir am 2. Advent-Wochenende zu einem tollen Ausflug.
Es ist Dezember. Die Tage sind kurz, der Himmel ist meistens grau und die Temperaturen sind noch im Plus-Bereich. Eigentlich kein Wetter, das echt motiviert. Aber vor dem Haus parkt ein Saab, bei dessen Anblick die Gedanken sofort an den Saab-Slogan “Auf langen Strecken zu Hause” beschleunigt werden. Wie kann man also am besten den Winterblues vertreiben? Garantiert mit einer Saab-Tour in die Natur mit viel Bewegung und neuen Eindrücken. Für begeisterte Saab-Piloten mit dem Hang für Autos und das Reisen kein Problem einen Wochenendtrip zu planen und zu organisieren.
Freitag Vormittag: der Saab 9-3 Turbo Anniversary ist vollgetankt, der Luftdruck wurde kontrolliert und das Gepäck ist im 496 Liter großen Kofferraum “verstaut” (
), rollt der Anny auf die Startbahn. Der Weg aus der Stadt hinaus ist um diese Uhrzeit noch kein Thema, demzufolge sind wir recht zügig auf der Autobahn. Die Fahrt verläuft ohne Zwischenfälle, Dank Tempomat und ergonomischen Cockpit können wir uns auf andere und wichtige Dinge konzentrieren, wie da wären die Konversation, andere Verkehrsteilnehmer und die Gegebenheiten auf der Strecke. Die stationären Radarkontrollen sind uns gut bekannt und bei den Baustellen kommt es auch zu keinem Engpass. Entspannt, gut gelaunt und in Vorfreude auf die freien Tage passieren wir die Brücke Richtung Usedom und das Wochenende kann beginnen. Wir begrüssen uns auf “unserer” Insel mit einem Lachs-Brötchen und einem Pott Kaffee in der “Alten Fischräucherei” direkt am Hafen. Der Blick über das Wasser, der Geruch von frischen Kaffee und die Gepräche nehmen uns wieder einmal gefangen und schieben diesen Großstadtstress zur Seite. Jetzt wird es Zeit das zu tun, worauf sich jeder freut. Ob es eine kleine Tour am Wasser ist, oder ein Blick auf die Karte, das Fotografieren oder die Planung für den nächsten Urlaub.
Im Anschluss treffen wir in unserem 4-Sterne-(Lieblings-)Hotel ein. Es ist immer wieder schön hier zu landen
. Wir beziehen die Zimmer und ruhen uns einige Zeit aus, da es am Abend noch in Richtung Ahlbeck gehen wird. Schließlich ruft die Mitternachtssauna mit diversen Aufgüssen, Baden, Wassergymnastik und kleinen kulinarischen Köstlichkeiten. Und da kommen uns wieder die Erinnerungen an die “Geburtsstunde” der Mitternachtssauna. Zum ersten Event reisten wir extra aus Berlin mit unserem Saab 900 an. Da der Besuch ohne Übernachtung statt fand, ernteten wir manch ungläubige Blicke. So sind aber Saab Piloten, spontan und bereit für das Erleben. Dank unserer Fahrzeuge absolvieren wir diese Reisen mit einer gehörigen Portion Genuss
.
Der neue Tag hat Einzug gehalten, die Menschen waren zufrieden und die Erlebnisse waren toll aber auch schlauchend. Schnell noch ein Foto geschossen bevor es in das Hotel zurück geht. Dank einer zügigen Fahrt, irgendwie ist der Rückweg immer kürzer als der Hinweg … , gönnen wir uns noch ein nachträgliches “Sauna-Bier”. Die noch verbleibende Nacht war recht kurz aber erholsam und ausreichend.
Der Samstagmorgen begrüsste uns blaugrau aber trocken. Geplant war für diesen Tag eine Strandwanderung zwischen dem Ostseebad Koserow und dem Kaiserbad Heringsdorf mit anschließender Rast im Usedomer Brauhaus bei selbst gebrauten Bier und frischen Brezeln. Bei dieser Wandertour können wir auf eine gute Erfahrung zurück greifen. Manchmal führte uns unsere Strecke “nur” am Strand oder hinter den Dünen entlang. Teilweise nutzten und mischten wir auch beide Wege. Und einige Male wanderten wir von Heringsdorf nach Koserow. Diesmal legten wir auf halber Strecke eine kurze Rast ein, schließlich waren wir hier zur Erholung und nicht auf der Flucht
. Nach gut 22 Kilometern hatten wir unser Ziel erreicht.
Endlich, ein Usedomer Inselbier. Wie gemütlich waren doch jetzt die Stühle oder die Couch und wie toll schmeckten die Getränke, die Brezeln und die hausgemachten Bouletten. Unser Aufenthalt verlief wie im Flug, bis wir uns zum Bahnhof aufmachten, um den Zug Richtung Norden zu nehmen. Selbst im Zug riss die gute Laune nicht ab es wurde gelacht, gescherzt und gesungen. Nach dem Ausstieg hieß es noch knapp 3 Kilometer zum Hotel zu wandern.
Leider hatte unser Lieblings-Fischrestaurant Betriebsferien, so dass Plan B zum Einsatz kam. Nach Ankunft ging es in das Hotel eigene Schwimmbad mit Sauna um anschließend im Restaurant das Abendbrot einzunehmen. Gern wären wir als Gäste im Kaminzimmer begrüsst worden, wir wollten aber zünftig und urig speisen und unsere Gepräche mit den Menschen suchen, daher speisten wir in der Lounge. Anschließend stießen wir als Nichtraucher in den Wintergarten zu den Rauchern, um einen Begrüßungsdrink oder einen Absacker zu nehmen. Auch hier fühlten wir uns zu Hause und genossen den Service und die Gäste.
Der dritte Tag begann mit Sonnenschein und einem guten Frühstück. Den Prosecco vom Vortag ließen wir nicht links sondern rechts liegen
, da der Anny seinen Ruhetag hinter sich hatte. Die Fahrt führte uns in einige Bäder und an das Achterwasser. Wir sichteten Neues und verglichen Altes. Den vorletzten Stopp legten wir im Kaiserbad Heringsdorf ein, um noch einmal die Seebrück zu begehen und im Usedomer Brauhaus “Schätze” für die Lieben zu besorgen, denn schließlich ist bald Weihnachten. Da an diesem Tag der Nebel über der Ostsee hing, hupte mit einer schönen Regelmäßigkeit das Nebelhorn. …
…
Da dieser Sonntag nun einmal der 2. Advent war, konnten wir nicht mit leeren Händen von der Ostsee zurück cruisen. Wir stoppten auf der Insel Usedom dort, wo wir starteten; bei der “Alten Räucherei” im Hafen, nur diesmal ließen wir uns Fisch und Fischbouletten einpacken. Wie schon Goethe zu sagen pflegte: “Reisen bildet.”, möchten wir hier informieren, dass eine Fischboulette keine Resteverwertung ist, sondern aus frischen Fisch und Zutaten (z. B. Ei und Salat) gefertigt wird. Auf unserer Heimfahrt von der Insel Usedom nutzten wir um “runterzukommen”
die Landstraße. Auch hier fanden wir etwas für unsere Sinne. Am Wegesrand lud die Hausbäckerei zu frischen Brot und Pizza ein. 5 Sorten Brot lagen dort zur Auswahl bereit. Irgendwie war es einfach genial, wie dann am Abend bei frisch geräucherten Fisch und frisch gebackenen Brot der Kurzurlaub ausklang. Das eingeflogenen Bier aus dem Usedomer Brauhaus ist bis dato noch unberührt …
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